Den Keller heizen – worauf sollten Sie achten?

Kellerraum heizen und dämmen für mehr Nutzfläche im Haus

In vielen Häusern ist der Keller nicht viel mehr als ein Abstellraum. Dabei könnten Sie den zusätzlichen Platz prima für sich nutzen – als Werkstatt, Fitnessraum oder Musikstudio. Voraussetzung ist allerdings, dass die Wände gedämmt sind und dass Sie den Keller heizen können. Hier erfahren Sie, welche Arbeiten nötig sind und welche Heizmethoden infrage kommen, um aus Ihrem Keller einen trockenen und gemütlichen Hobbyraum zu machen.

Keller heizen oder nicht?

Ob und wie stark Sie Ihren Kellerraum heizen, hängt natürlich in erster Linie vom Verwendungszweck ab. Während eine Werkstatt für gelegentliche Heimwerkerarbeiten durchaus unbeheizt bleiben kann, sollte es in einem Musikraum angenehm warm sein. Viel wichtiger ist jedoch zunächst, dass der Keller trocken ist, denn Feuchtigkeit im Mauerwerk zerstört nicht nur Fussboden- und Wandbeläge, sondern greift auf Dauer auch Papiere und Technik an, die Sie in dem Raum aufbewahren. Beim Heizen nimmt die Luftfeuchtigkeit zwar ab, doch durch die Wärme erhöht sich auch die Gefahr von Schimmelbildung in feuchten Wänden.

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Das Trockenlegen eines Kellers lassen Sie am besten von Fachleuten erledigen, da es äusserst aufwändig ist und es ohne die nötige Erfahrung schnell zu Fehlern kommen kann, die sich später nur schwer und kostenintensiv beheben lassen. Übrigens sollten Sie auch in einem trockengelegten Keller auf die Luftfeuchtigkeit achten und richtig lüften, damit die maximale Luftfeuchtigkeit von 65 Prozent nicht überschritten wird.

Der zweite Schritt ist das Dämmen und Isolieren des Kellers. Das wirkt sich positiv auf die Energiebilanz Ihres Hauses und die Heizkosten aus, da Wärmebrücken vermieden werden und die Wärme deutlich länger im Raum bleibt. So können Sie meistens auf das Heizen verzichten, wenn Sie den Keller nicht nutzen, da die Temperatur nur selten unter das empfohlene Minimum von etwa 15 Grad fällt.

Wie können Sie im Keller heizen?

Sind alle notwendigen Voraussetzungen erfüllt und ihr Keller ist trockengelegt und gedämmt, können Sie darüber nachdenken, welche Heizmethode Sie nutzen wollen.

Wenn Sie den Kellerraum regelmässig nutzen und beheizen wollen, lohnt sich die Installation eines Heizkörpers, der mit dem bestehenden Heizungssystem verbunden wird. Das hat zwar seinen Preis, macht sich aber auf lange Sicht durch die günstigeren Heizkosten bezahlt. Ausserdem befindet sich der Heizkessel in vielen Häusern auf der Kellerebene, sodass der Anschluss keine grösseren Umstände macht.

Die zweite Möglichkeit ist ein flexibles elektrisches Heizsystem, für das Sie lediglich eine Steckdose brauchen. Damit liegen Sie bei den Anschaffungskosten zwar viel günstiger, allerdings sollten Sie bedenken, dass es wesentlich teurer ist, mit Strom zu heizen als mit Erdgas. Eine Elektroheizung ist also nur sinnvoll, wenn Sie Ihren Keller eher selten heizen wollen. Dann überzeugt sie aber mit einer schnellen Reaktionszeit und hoher Wärmeabgabe. Diese Möglichkeiten bieten sich für das Heizen im Keller an:

  • Ölradiator: Beim Öl- oder Rippenradiator wird Öl als Heizmedium verwendet. Dieses wird durch ein Aggregat erhitzt und durch die Heizrippen geführt, welche die Wärme abgeben. Ein Ölradiator arbeitet geräuschlos und eignet sich für den Einsatz in geschlossenen Räumen.
  • Konvektor: Beim Konvektor strömt Luft geräuschlos an Heizelementen vorbei und verteilt sich nach oben gleichmässig im ganzen Raum. Er ist die ideale Lösung für die Übergangs- oder Vollheizung von kleineren bis mittleren Räumen.
  • Heizlüfter: Beim Heizlüfter wird die Luft durch ein Blankdrahtelement erhitzt und über einen Ventilator in den Raum abgegeben. Heizlüfter sind mobil und handlich, haben aber einen kleineren Wirkungsgrad als Ölradiatoren und Konvektoren.

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