Gartenkalender April

Dein Garten im April

Welche Aufgaben stehen an?

Während sich der Frühling im März noch eher zaghaft zeigt, präsentiert er sich im April endlich selbstbewusst: Die Temperaturen klettern in die Höhe und der Garten wird langsam, aber sicher saftig grün. Doch es sind einige Massnahmen nötig, durch die Pflanzen und Rasen nun bestmöglich in ihrem Wachstum unterstützt werden.

Diese Arbeiten fallen an:

Allgemein

Ein neuer Kompost muss her

Jetzt ist es Zeit für einen neuen Kompost: Zerkleinere dazu deinen Baum- und Strauchschnitt. Er dient als luftdurchlässige Drainageschicht. Darauf können dann pflanzliche Komponenten geschichtet werden, zum Beispiel Garten- und Küchenabfälle. Verwendest du einen Thermokomposter? In diesem Fall kannst du Wurzel- und Samenunkräuter ebenfalls auf den Kompost geben, denn diese sterben aufgrund der hohen Wärmeentwicklung ab.

Gemüse- und Kräutergarten

Eigene Kräuter anziehen

Einjährige Kräuter pflanzen im April: Was gibt es Besseres, als Kräuter aus dem eigenen Garten für Speisen zu verwenden? Nun ist es Zeit, mit der Aussaat deiner Kräuter anzufangen. Du kannst sie sowohl im Freiland als auch in speziellen Anzuchttöpfen und -schalen hochziehen.

Die Gründüngung: Sie unterdrückt das Wachstum von Unkraut, macht den Boden locker und hilft ausserdem dabei, für die Pflanzen wichtige Nährstoffe im Erdboden zu binden. Gründüngungspflanzen wie Phacealia kommen auch den Insekten zugute. Die Blätter der Gründüngungspflanzen kannst du zusätzlich in den Boden einarbeiten – denn auch diese haben eine düngende Wirkung.

Die Aussaaten einzeln eintopfen: Zum Wachsen brauchen junge Pflanzen Platz und Nährstoffe. Gib daher jeder Pflanze ihren eigenen Anzuchttopf, damit sie sich prächtig entwickeln kann.

Unkraut vernichten: Wenn deine Pflanzen im April anfangen zu wachsen, regt sich auch das Unkraut. Am besten bekämpfst du sie sofort: Sobald der Boden trocken und nicht gefroren ist, machst du dich an die Arbeit und entfernst die Unkräuter. Da sie noch jung sind, lassen sie sich leicht aus der Erde ziehen. So ist der Garten im April rasch frei von störendem Unkraut.

Pilze oder Tomaten züchten

Pilze zum Verzehr: Was kann ich im April pflanzen? Das fragen sich viele Garten-Fans. Neben Kräutern und Blumen kannst du auch deine eigenen Speisepilze anbauen – entweder auf dem Balkon oder im Garten. Die passenden Sets zur Pilzzucht kannst du fertig kaufen.

Kompost nutzen: Für Pflanzen ist Kompost ein hilfreicher Energielieferant. Egal ob du deine Beete schon bepflanzt oder erst vorbereitet hast. Im April kannst du wunderbar Kompost in die Erde einarbeiten. Deine Pflanzen werden es dir danken.

Ein Reifehaus speziell für Tomaten: Nachtfröste sind für die sonnenliebenden Tomaten besonders schädlich. Davor schützt das Tomaten-Reifehaus, das auf die Besonderheiten der Tomaten-Pflanzen ausgelegt ist. Der April ist der perfekte Monat, ein Reifehaus aufzubauen.

Obstgarten

Vorbereitungen für eine reiche Ernte

Aussaat der Gründüngung: Auch für einen Obstgarten ist eine Gründüngung hilfreich. Sie hilft, den Boden zu lockern und ihn mit Nährstoffen zu versorgen. Wichtig: Noch bevor die Gründüngungspflanzen Samen bilden, ist es Zeit, sie abzumähen – danach arbeitest du sie einfach in den Boden ein.

Unkräuter aufhalten: Auch für dein Obstbeet ist die Entfernung von Unkraut wichtig, damit alle Nährstoffe für das Obst übrig bleiben.

Zeit für Obstbäume: Aus dem eigenen Garten schmeckt das Obst immer noch am besten. Ganz gleich ob Kirschen, Birnen, Pflaumen oder Äpfel – im April ist es an der Zeit, diese anzupflanzen. Wichtig: Vergiss nicht zu düngen, damit die noch zarten Pflanzen beim Wachsen unterstützt werden.

Schutz und Dünger für deine Erdbeeren

Kümmere dich um die Erdbeeren: Was wäre ein Sommer ohne frische Erdbeeren? Doch die Spender der saftigen roten Früchte wollen auch gepflegt werden: Bewässere deine Erdbeer-Pflanzen am besten in den Morgenstunden. Sinnvoll ist es auch, Erdbeerwolle oder Stroh in die Erde zu mulchen, damit Schnecken fernbleiben.

Beerendünger verwenden: Zudem solltest du einen speziellen Beerendünger verwenden. Darin enthalten sind alle Nährstoffe, welche die Beeren nun dringend benötigen. Es gibt ihn für alle Beerenarten – seien es Erdbeeren, Heidelbeeren oder Himbeeren.

Kompost beifügen: Auch Kompost ist ein einmaliger Dünger. Arbeite ihn einfach in die Erde ein.

Ziergarten

Was im April gepflanzt werden kann

Blumen pflanzen im April: Nun ist es auch an der Zeit, Rosen zu pflanzen. Du bekommst sie in vielen verschiedenen Varianten – zum Beispiel Edelrosen. Egal ob im Kübel, im Beet oder in Rabatten, Rosen verleihen deinem Garten Eleganz und farbige Akzente. Informiere dich vorher über den richtigen Verwendungszweck und Standort.

Stauden vor Austrieb teilen: Stauden-Arten, die im Sommer und Herbst blühen, werden im April geteilt, bevor sie austreiben. So erzielst du eine Pflanzenvermehrung. Hinzu kommt, dass die Stauden mit der Teilung der Wurzel jung und vital bleiben. Auf diese Weise wachsen sie besser und blühen intensiver.

Waldreben: Beliebt, hübsch und anspruchslos – Waldreben wie Clematis machen sich in jedem Garten hervorragend – besonders in Kombination mit Kletterrosen. Die Waldreben kannst du ideal nutzen, um Gartenzäune, Hecken oder auch Rosenbögen zu begrünen. Klingt interessant? Dann gleich im April pflanzen.

Knollenpflanzen: Zwiebeln und Knollen, die im Sommer blühen, kannst du nun einpflanzen. Knollenpflanzen, die schon im Frühjahr blühen sollen, müssen hingegen schon im Herbst in die Erde. Wie tief müssen die Knollen in die Erde? Die doppelte Knollenstärke gibt die optimale Tiefe an.

Der immergrüne Rhododendron: Auch Rhododendron pflanzst du im April. Doch denke daran: Er benötigt – im Gegensatz zu den meisten anderen Pflanzen – einen Boden mit saurem pH-Wert. Den kannst du ganz einfach mit spezieller Blumenerde vorbereiten.

Hecken für den Garten im April pflanzen: Hecken sind ein natürlicher Sichtschutz oder ein Zierelement. Hecken kannst du pflanzen, solange es keinen Frost gibt – der April ist daher ideal. Hast du schon eine Hecke, ist nun die Zeit, diese das erste Mal im Jahr zu schneiden, damit sie schön grün und dicht wird.

Nachhaltig: Wer Gutes sät, wird Bio ernten.

Dein Garten wird bio – vom Setzling an: Bio-Samen und Bio-Setzlinge sind der ideale Start für deinen Bio-Garten. Bei Bau+Hobby hast du die grösste Auswahl an Bio-Setzlingen mit insgesamt über 80 Produkten von mediterranem Gemüse über verschiedene Kohlsorten bis hin zu knackigen Salaten.

Nicht von schlechten Eltern: Alle Produkte tragen die Knospe von Bio Suisse. Die Pflanzen werden in biologisch bewirtschafteten Gärtnereien aufgezogen, wo keine chemisch- synthetischen Pflanzenschutzmittel, gentechnisch veränderte Organismen oder Kunstdünger eingesetzt werden. So nachhaltig macht die Ernte am Ende doppelt Spass!

Teich und Kübelpflanzen nicht vergessen

Das Heidekraut stutzen: Auch das steht im April auf dem Plan, damit das Heidekraut dann pünktlich zum Mai schön grünt. Wichtig ist jedoch, dass du es noch vor dem Neuaustrieb stutzt. Achtung: Nur die grünen Austriebe sind zu stutzen, denn aus den holzigen, alten Trieben entsteht ohnehin kein neues Heidekraut.

Die Pflege der Pflanzen in Kübeln: Dafür eignet sich zum einen ein spezieller Dünger für Kübelpflanzen. Er ist genau auf den Bedarf und die Wachstumssituation von Kübelpflanzen abgestimmt. Stelle die Kübel zudem an einen windgeschützten Platz, an dem die Pflanzen ordentlich Sonne tanken können. Auch ein Zurückschneiden ist nun angeraten.

Den Teich für die Saison herrichten: Gerade im Sommer ist ein gepflegter Teich eine Augenweide. Auch die Tiere und Pflanzen erfreuen sich daran. Entferne die Pflanzenreste, damit dein Teich wieder optimal mit Sauerstoff versorgt wird.

Balkon- und Terrassengarten

Schaffe dir einen schönen Platz im Freien

Gartenmöbel vorbereiten: Die Gartenmöbel haben im Frühjahr und Sommer Hochsaison: Schönes Wetter lädt zum Verweilen im Freien ein. Doch die Sitzmöbel, Tische und Liegen müssen zunächst gereinigt werden. Zum Schutz vor Feuchtigkeit, Frost und Schmutz kannst du sie dann einfach mit einer Plane abdecken.

Reinigung von Terrasse und Balkon: In die Vorbereitungen für den Garten im April sind selbstverständlich auch Terrasse und/oder Balkon einzubeziehen. Der Winter hat auch den Terrassendielen und dem Balkonboden zu schaffen gemacht. Besen, Lappen, Fugenkratzer und ein sanftes Spülmittel sind meist alles, was du für die Reinigung benötigst. 

Terrasse bauen: Du hast noch keinen Freisitz? Dann ist nun der richtige Zeitpunkt, um einen zu bauen – mit Frost ist nicht mehr zu rechnen. Die Auswahl ist gross: Holzterrasse, Steinterrasse oder doch lieber eine Hochterrasse?

Die Grilliersaison ist eröffnet: Hast du noch keinen Grill, ist es nun an der Zeit, sich einen zuzulegen – sei es ein Holzkohle-, Elektro- oder Gasgrill. Wenn du bereits einen hast, kannst du ihn nun hervorholen. Denke daran, Rost und Korpus vor dem ersten Gebrauch noch einmal gründlich zu reinigen.

Zimmergarten

Inspektion bei den grünen Mitbewohnern

Zimmerpflanzen pflegen: Was für den Garten im April gilt, gilt ebenso für die Zimmerpflanzen: Auch die bilden nun neue Wurzeln und Blätter aus. Überprüfe daher, ob die Topfgrösse noch angemessen ist, oder ob einige vielleicht ein geräumigeres Gefäss brauchen. Das erkennst du gut an den Löchern im Boden: Sind die Wurzeln gut erkennbar oder wachsen vielleicht sogar schon hindurch, ist der Topf zu klein. Mit Blüh- und Grünpflanzendünger hilfst du den Zimmerpflanzen im April dabei, schön kräftig zu werden.

Schädlingsbekämpfung: Im Winter herrscht meist trockene Luft im Haus – dies ist zu einem grossen Teil der Heizung geschuldet. Hinzu kommt, dass deine Zimmerpflanzen in den Wintermonaten mit weniger Licht auskommen müssen. Oft sind sie geschwächt, was es Schädlingen erleichtert, sich auszubreiten. Untersuche die Pflanzen jetzt im April noch einmal gründlich auf Schädlinge oder Krankheiten.

Rasenpflege

Zeit für Düngung und Neusaat

Die Rasenpflege nicht vernachlässigen: Der Rasenmäher hatte lange Winterpause, doch nun kommt er wieder zum Einsatz. Auch für das Vertikutieren und Nachsäen ist nun der richtige Zeitpunkt gekommen. Durch das Vertikutieren entfernst du Moos und Verfilzungen, die den Rasen am Wachsen hindern. Einmal pro Woche den Rasen zu mähen ist angebracht.

Die Neusaat: Wenn du einen neuen Rasen anlegen willst, ist der April der perfekte Monat. Bedenke, dass der Rasen nach Neusaat drei bis vier Wochen geschont werden muss. Hat der junge Rasen dann eine Halmlänge von 8 bis 10 cm erreicht, kannst du ihn das erste Mal mähen. Eine Halmlänge von 6 cm ist optimal.

Düngen: Für den Rasen bekommst du einen speziellen Dünger, der ihn beim Wachstum unterstützt. Auch für ein saftiges Grün ist Dünger wichtig. Am besten düngst du einmal im Frühjahr und einmal im Herbst. Achte darauf, dass du den Dünger gleichmässig verteilst. Zu viel Dünger kann dem Rasen schaden, deswegen pass auf, dass du manche Stellen nicht aus Versehen doppelt düngst. Ein Streuwagen ist das ideale Hilfsmittel.

Rasenmäher-Service

Mit dem Rasenmäher-Service von Coop Bau+Hobby hältst du deinen Rasenmäher in Schuss. Von Kerzen und Motorenöl wechseln bis hin zum Messerschleifen wird alles fachmännisch gewartet.

Service nutzen

Pflanzenschutz und Bio-Tipps

Pflanzenjauche ansetzen: Besonders bekannt ist Brennnesseljauche. Sie ist reich an wertvollen Nährstoffen und dazu noch einfach herzustellen. Auch andere Wild- und Unkräuter eignen sich zum Herstellen von Pflanzenjauchen: für den Garten im April ein willkommener Zusatz.

Insekten unterstützen: Dazu kannst du spezielle Blumenmischungen aussäen, die besonders viele Pollen spenden. So schaffst du Nahrungsquellen für Schmetterlinge, Bienen und viele weitere Insekten. Mit Nistkästen und Bienenhotels kannst du ebenfalls ohne grossen Aufwand helfen: einfach hinstellen oder aufhängen.

Gegen Schnecken vorgehen: Dein Garten ist im April bereits ein Paradies für Schnecken – besonders Gemüse und Zierpflanzen haben es den Schnecken angetan. Gehe möglichst früh im Jahr dagegen vor, damit Ihre Ernte nicht geschmälert wird – zum Beispiel mittels spezieller Zäune.

Kohlfliegen aussperren: Kohlfliegen sorgen oft dafür, dass Kohlpflanzen im Frühjahr absterben und welken. Doch das muss nicht sein: Mithilfe von speziellen Kulturschutznetzen kannst du die lästigen Kohlfliegen einfach aussperren. Die Fliegen können so keine Eier mehr darin ablegen. Wichtig ist, dass du die Netze direkt nach der Aussaat anwendest.

Den Dickmaulrüssler stoppen: Seien es Kübelpflanzen, Hölzer, Zierpflanzen oder Stauden – vor nichts macht dieser Schädling Halt. Es handelt sich um einen hartnäckigen Käfer. Eine Möglichkeit zur Bekämpfung stellen Nematoden dar: winzige Fadenwürmer, die die Larven des Käfers abtöten.

Nachhaltig gärtnern: clevere Schädlingsabwehr ohne Chemie

Schütze deine Pflanzen vor Milben, Läusen, Raupen und Schnecken, indem du die Schädlinge mit duftenden Kräutern in die Flucht treibst. So sind Oregano, Salbei und Thymian ein ganz natürlicher Insektenschutz und schrecken Läuse, Schnecken und die Raupen des Kohlweisslings ab. Mit Kerbel oder Schnittlauchpflanzen schützt du deinen Kräutergarten vor Mehltau, und Bohnenkraut wirkt gegen Läuse. Das Beste am Ganzen: Mit dieser Insektenabwehrstrategie hast du immer frische Kräuter zur Hand!

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